Triebsdorf

Erwähnt wird Triebsdorf erstmals urkundlich im Jahr 1297 als „Tribesdorf“ Der Ortsname leitet sich sehr wahrscheinlich von dem mittelhochdeutschen Wort „trip“ für die Viehweide ab, was in der Region keine Seltenheit ist.

Die erste Nennung Triebsdorfs beschreibt ein Ereignis, das für die kommenden fünf Jahrhunderte von ausschlaggebender Bedeutung sein sollte, nämlich den Verkauf des Dorfes Triebsdorf an das Kloster Langheim. Bei der Zisterzienserabtei, genauer gesagt bei ihrem Klosteramt Tambach, dem die Verwaltung der Güter oblag, blieb der Ort bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Herrschaftsverhältnisse allerdings waren über die Jahrhunderte hinweg zweifelhaft. So stritten die Hochstifte Bamberg und Würzburg mit dem Fürstentum Coburg um den Herrschaftsanspruch, was zu Prozessen bis vor die höchsten Reichsgerichte führte.

Bis zum Ende des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ Anfang des 19. Jahrhunderts war noch kein Urteil ergangen. Damals wechselte die Herrschaft in schneller Folge: Hochstift Bamberg, Kurfürstentum Bayern, Reichsgrafschaft Ortenburg, Großherzogtum Würzburg und Königreich Bayern. Erst mit dem Staatsvertrag zwischen Bayern und Coburg von 1811 fiel Triebsdorf endgültig in das Territorium des Herzogtums Coburg. 

Im Dreißigjährigen Krieg, genau am 8. September 1634, fiel der kaiserliche Oberst Schlitz mit einem Regiment Kroaten in den Itzgrund ein und verlangte die Übergabe Coburgs. Diese lehnten ab und das feindliche Heer vernichtete das Umland der Stadt. Im heutigen Gemeindegebiet wurden Ahorn, die Finkenmühle und auch Triebsdorf „theils ganz, theils bis auf wenige Häuser… in Asche“ gelegt.

 Wie kam Triebsdorf nach Ahorn?

1869 wurden – in der Coburger Gebietsreform – die kleinen eigenständigen Gemeinden Finkenau und Triebsdorf in die Gemeinde Ahorn eingemeindet.