Hauptort Ahorn

Ahorn wurde erstmals 1074/75 als „Rodungshöfe in den Wäldern der Burg Ahorny“ erwähnt. Die Entwicklung hängt eng zusammen mit der Geschichte des Schlosses Ahorn, das Joachim von Rosenau nach dem Bauernkrieg im Jahre 1555 auf den Resten einer älteren Burg im Renaissancestil errichten ließ. Sein heutiges Aussehen erhielt das Schloss durch die Herren von Streitberg im Jahre 1621. Im Lauf der Jahrhunderte hatte das Schloss wechselnde Eigentümer: die von Schaumberg, von Ermreuth, von Eschenbach, von Hendrich, von Baumbach und schließlich die von Erffa, die das Schloss noch heute bewohnen.

Ahorn gehörte zum Amt Ahorn des Herzogtums Sachsen-Coburg. Es kam mit dem Freistaat Coburg nach einer Volksabstimmung und dem darauffolgenden Staatsvertrag am 1. Juli 1920 zu Bayern.

Seit dem Jahr 2004 steht im Zentrum unseres Ortes das Bürgerhaus Linde. Es ist von der Familie Stoschek und dem Förderkreis Ahorn – gemäß dem Gedanken von „Ahorn packt´s“ – gespendet worden und steht allen Bürgern der Gemeinde Ahorn als neuer Dorfmittelpunkt zur Verfügung.

Das Besondere an dem Konzept des Hauses ist, dass mehr als 250 Ehrenamtliche Zeit und Energie investieren, um das Haus mit Leben zu erfüllen. In den zurückliegenden Jahren wurden mehr als 900 Veranstaltungen durchgeführt, an denen rund 23.400 Besucher teilnahmen.

Ahorn ist Standort des überregional bedeutendem Gerätemuseums "Alte Schäferei" und bietet in wechselnden Ausstellungen Themen zur Geschichte der Landwirtschaft, des Handwerks und zu Volkskunst und Volkskunde. Viermal im Jahr finden überregionale Veranstaltungen statt wie Töpfer- und Handwerkermärkte, ein Schaffest, das  Museumsfest und Weihnachtsmärkte. Für Kinder und Gruppen gibt es Aktionsprogramme und Sonderausstellungen.