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Nahversorgung wird in Ahorn neu gedacht

Kooperation der Kommune mit dem Studiengang Zukunftsdesign der Hochschule Coburg.
Das Bild zeigt (von links) Prof. Dr. Christian Zagel von der HS-Coburg, die verantwortliche Studentin Susanne Meye und Bürgermeister Martin Finzel am Lebensmittelautomaten des Landwirtschaftsamtes Coburg. Die Umsetzung alternativer Versorgungsangebote steht im Zentrum der gemeinsamen Kooperation zwischen der HS-Coburg und der Gemeinde Ahorn.

 

Die Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten etc. ist auf dem Land im Umbruch. Viele der kleinen Supermärkte schließen und eine Versorgung konzentriert sich auf große Märkte in zentraler Lage. Die Nahversorgung ihrer Bürgerinnen und Bürger stellt die betroffenen Kommunen vor große Herausforderungen, so auch die Gemeinde Ahorn. Zur Vertiefung bestehender Lösungsansätze und Entwicklung neuer, zukunftsweisender Angebote, kooperiert die Gemeinde Ahorn mit dem Studiengang Zukunftsdesign der Hochschule Coburg. Gemeinsam mit den Professoren und Studenten wird in den kommenden Monaten nicht nur die Situation vor Ort überprüft, sondern ein weiter Blick auf bereits bestehende Versorgungsangebote, wie z. B. den Lebensmittelautomaten am Landwirtschaftsamt in Coburg mit regionalen Produkten, geworfen. Bürgermeister Martin Finzel, der die Vereinbarung mit Prof. Dr. Christian Zagel und Studentin Susanne Meye unterzeichnete, ist von der bevorstehenden Zusammenarbeit überzeugt. Besonders der interdisziplinäre Ansatz des Studiengangs und die Bereitschaft neue Wege gemeinsam zu gehen, begeistert das Gemeindeoberhaupt.

 

Im deutschlandweit einzigartigen Masterstudiengang Zukunftsdesign der Hochschule in Coburg arbeiten Studierende verschiedener Fachgebiete an eigenen Ideen und Projektthemen regionaler Unternehmen und Institutionen. Ziel ist es, den Geist der Studierenden für Neues zu öffnen, das Erlernte in das berufliche Umfeld zu übertragen und die regionale Entwicklung zu fördern. Entsprechend vielfältig sind die Inhalte des Studiengangs und reichen von Innovationstechniken über ethische Fragestellungen bis hin zu Aspekten der Dynamik von Projektgruppen und deren Kommunikationsstrukturen. Durch den interdisziplinären Ansatz werden neue Ideen und Möglichkeiten an den Schnittstellen verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen entwickelt. Die Innovationsforschung bietet dazu Methoden und Ansätze.

 

Das Projekt, das von Studentin Susanne Meye aus Ahorn begleitet wird, beginnt mit dem Sommersemester im März diesen Jahres. Es besteht für Interessierte bis 15. Februar noch die Möglichkeit, sich für den Studiengang einzuschreiben. Nähere Informationen finden Sie unter www.hs-coburg.de.