Kontakt Rathaus

Hauptstr. 40, 96482 Ahorn

Tel.: 09561 8141 - 0
Fax: 09561 8141 - 11

Zum Kontaktformular

Paketshop Rathaus


Öffnungszeiten Rathaus:

Montag - Freitag:
08:00 Uhr - 12:00 Uhr 

Mittwoch:
zusätzliche Abendsprechstunde 
16:00 Uhr - 19:00 Uhr


Sie suchen die Gemeinde Ahorn im Main-Tauber-Kreis?   Bitte Link folgen....

Bau- und Wertstoffhof

Finkenauer Str. 25, 96482 Ahorn

Tel.: 09561 8141 - 36 oder 09561 7998639
Fax: 09561 8141 - 11

Öffnungszeiten Wertstoffhof:

Mittwoch  16:00 Uhr - 19:00 Uhr
(April - September)

Mittwoch 16:00 Uhr - 18:00 Uhr
(Oktober - März)

Samstag   10:00 Uhr - 12:30 Uhr

Vorschulkindergarten an der Ahorner Grundschule

Schule und Kindergarten werden in Ahorn noch enger zusammenarbeiten. So entsteht ab dem Kindergartenjahr 2020/21 ein weiteres pädagogisches Angebot des ev.-luth. Kinderhauses Pusteblume für Kinder im Vorschulalter. Diese spezielle Altersgruppe wird bereits heute intensiv begleitet und bereits heute in Form von Vorkursen auf den Übergang in die Schule vorbereitet. Dabei können die Verantwortlichen in Schule und Kindergarten auf eine seit Jahren bestehende Kooperation aufbauen. 

 

Aus der Not eine Tugend gemacht
Gestiegene Geburten und eine kontinuierlich hohe Nachfrage an Betreuungsangeboten in allen Altersgruppen sorgen für bereits seit Jahren bestehende Überbelegungen der vorhandenen Krippen- und Kindergartengruppen. Nur mit Hilfe von Not- und Überhangplätzen kann, so Leiterin Sabine Lindner, aktuell auf diese große Nachfrage reagiert werden. Weiterhin zeichnete sich ab, dass Kinder sogar hätten abgelehnt werden müssen. Der Bedarf für zwei weitere Kindergarten- bzw. Krippengruppen zeichnete sich deutlich ab. Pfarrer Rolf Gorny und das Leitungsteam des Kinderhauses führten aus diesem Grund Gespräche mit Bürgermeister Martin Finzel, der gleichzeitig auch Kindergartenbeauftragter des Kirchenvorstands ist. 

Als kreative Lösung wurde von Seiten der Gemeinde kein Neubau angeboten, sondern die temporäre Umnutzung der sich aktuell in der Sanierung befindlichen Räume des Schusterbaus an der Grundschule Ahorn. Neben einem neuen Lehrschwimmbecken und Räumen für die Erwachsenenbildung der VHS wird das gesamte Gebäude mit allen weiteren ehemaligen Schulräumen aktuell für 1,4 Mio. Euro (ohne Bad) saniert. Die Förderung beträgt hier knappe 1,1 Mio. Euro durch das kommunale Investitionsprogramm des Bundes und es ist ein Glücksfall, dass die Arbeiten bereits im vollen Gange sind. Statt einer öffentlich-kommunalen Nutzung stimmte die Regierung von Oberfranken einer temporären Zwischennutzung zur Lösung dieser dringenden Betreuungsfrage zu. Weiterhin, so Bürgermeister Martin Finzel, investiert die Kommune im Vorgriff auf die Generalsanierung der Schule 175.000 Euro in die Sanierung der im Gebäude befindlichen großen Toilettenanlagen. Diese kann sowohl durch die Vorschulkinder, als auch die Kinder der Grundschule genutzt werden. Die betroffenen Räume befinden sich im obersten Stockwerk des nach seinem Architekten benannten „Schusterbaus“, direkt über dem neuen Lehrschwimmbecken. 

Bestehende Räume zunächst einmal zu nutzen und nicht weitere neue Gebäude zu errichten, sieht Pfarrer Rolf Gorny als absolut zeitgemäß an und lobte das neue Konzept. So sieht er als Träger der Einrichtung den neuen Schulkindergarten, der ein Teil des Kinderhauses Pusteblume bleiben wird, als große Chance an Erfahrungen in einem Bereich zu sammeln, der bisher nur selten in unserer Region zu finden ist. Hinzu kommt, dass alle Beteiligten durch die temporäre Nutzung nicht durch neue Bauten und Ausgaben gebunden sind, sondern ausgesprochen flexibel auf die sich ggf. wieder verändernden Kinderzahlen reagieren zu können. Das sehr gute Miteinander zwischen allen Beteiligten ist aus seiner Sicht ein Geschenk für die Gemeinde und gleichzeitig Garant für die Entwicklung kreativer Ideen. 

Ganzheitlicher Lernansatz im Zentrum
Konkret ist unter einem „Schulkindergarten“ ein Angebot zu verstehen, so Leiterin Sabine Lindner, das besonders auf die Altersgruppe der Vorschulkinder und ihre besonderen Bedürfnisse ausgelegt sein wird. Die Erziehung zu Selbständigkeit in Lernen und Tagesgestaltung, die Förderung von Experimentierfreude und die Entwicklung von Neugier bzw. Wissensdurst werden Projekte und vielfältige Unternehmungen gefördert. Der Vorteil der neuen pädagogischen Form besteht darin, dass den Bedürfnissen dieser Altersgruppe Rechnung getragen werden kann und die Kinder möglichst gut auf die Anforderungen der bevorstehenden Schulzeit vorbereitet werden. Gleichzeitig dürfen die Kinder immer noch Kindergartenkinder bleiben. Beim Lernen wird daher, so Lindner, ein ganzheitlicher Ansatz vertreten und es ist von großem Vorteil, dass der Kindergarten, gemeinsam mit der Grundschule, die aus Platzgründen in den Schusterbau ausgelagerte Lernwerkstatt mit nutzen kann.  

Kinder bereits frühzeitig und spielerisch auf den neuen Lebensabschnitt Schule vorzubereiten ist aus Sicht von Rektorin Gabriele Walter auch eine Entlastung für Eltern und Lehrer. So sind die Kinder bereits an das Schulgebäude und die damit verbundenen Abläufe gewöhnt und Projekte mit den ersten Klassen lassen sich durch kurze Wege leichter realisieren. Hinzu kommt, dass das gerade neu errichtete Lehrschwimmbecken weitere Möglichkeiten für Angebote bietet. 

Team und Eltern werden in den kommenden Wochen enger in das Projekt eingebunden werden, das mit der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten zum Kindergarten- und Schuljahr 2020/21 beginnen wird. 


Martin Finzel               Rolf Gorny            Gabriele Walter                  Sabine Lindner
1. Bürgermeister          Pfarrer                  Rektorin Grundschule         Leiterin Kindergarten