Seniorenbeirat zu Besuch in der Ahorner Tagespflege

Für viele pflegende Angehörige wird die Betreuung eines lieben Angehörigen oft zu einer großen Belastung. Rund um die Uhr körperlich und geistig gefordert zu sein zehrt an den Kräften. Zusätzlich zur Versorgung in Pflegeheimen bietet der Gesetzgeber auch die Möglichkeit einer Tagespflege an. Ein wichtiger Baustein, der für viele Familien eine deutliche Entlastung bietet. 

 

Seit Anfang Januar besteht dieses Angebot für die Region Coburg nun auch im Herzen von Ahorn auf dem Gelände der ehemaligen Firma "Möbel-Bätz". Neben einem strukturierten Tagesangebot mit selbst zubereiteten Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen und Nachmittagskaffee), Entspannungs- und Therapieangeboten, erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Tagesangebot. Dies reicht von Spaziergängen in die Natur, gemeinsames Erarbeiten von Zeitungsberichten und Neuigkeiten bis hin zur Teilnahme an den Aktivitäten des Dorflebens. Besonders begünstigt wird diese Zielsetzung durch die zentrale Lage des Standortes, direkt gegenüber von Kindergarten und -krippe. Zudem ist auch eine Einbindung in die Angebote des Seniorenbeirates Ahorn geplant. 

Unter der Führung von Ahorns Bürgermeister Martin Finzel besuchten die Vertreter des seniorenpolitischen Gremiums der Gemeinde Ahorn die neu entstandene Einrichtung und verschafften sich ein Bild von der Organisation, dem Aufbau der Angebote und der Möglichkeiten der Finanzierung durch Förderstellen bzw. Krankenkassen. Dabei sind die gewählten Seniorenvertreter wichtige Multiplikatoren durch das wöchentliche Café im Bürgerhaus und den ebenfalls wöchentlich stattfindenden Beratungszeiten im Büro des Seniorenbeirats. Bürgermeister Finzel betonte im Rahmen des Besuchs die Bedeutung der neu entstandenen Einrichtung für pflegende Angehörige, die oft bis an die Grenze der Selbstaufgabe ihrem Partner, Eltern oder Kindern zur Seite stehen. Die Tagespflege, so das Gemeindeoberhaupt, bietet die Möglichkeit ohne schlechtes Gewissen durchzuatmen und Kraft zu tanken. Die Leiter der Tagespflege Ulrike Krämer und Martin Rosenberger erläuterten darüber hinaus das sehr gut strukturierte Gesamtkonzept, das von einer ersten umfänglichen Beratung auch die Fragen von Bürokratie und finanziell-rechtlichen Regelungen beinhaltet.