Ahorn geht seit Jahren den Weg des Naturschutzes

Das Volksbegehren Zulassung des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ hatte auch in der Gemeinde Ahorn eine große Resonanz und viele Ahorner Bürgerinnen und Bürger bewegt, ins Rathaus zu kommen und ihre  Unterschrift zu leisten. Insgesamt gaben in Ahorn 672 Bürger ihre Unterschrift ab, das sind 19,47% der Stimmberechtigten.
(Foto: Jennifer Menzel)

 

Über dieses Zeichen lebendig gelebter Demokratie, zeigte sich Bürgermeister Martin Finzel begeistert und sieht die Gemeinde Ahorn im bisher eingeschrittenen Weg bestätigt. So wurden in der Vergangenheit durch die Gemeinde Ahorn bereits wertvolle Ausgleichsflächen an den Landschaftspflegeverband zur Pflege übergeben und aktuell beschäftigen sich Bürgermeister und Verwaltung mit dem Erwerb weiterer wichtiger Flächen für den Natur- und Artenschutz. Hinzu kommen neu angelegte Alleeflächen mit alten Obstbäumen oder seltenen Baumarten, wie z.B. die Elsbeere. In Witzmannberg wächst eine Benjeshecke jedes Jahr mit dem wiederverwerteten Schnittgut der Gemeinde und eine ganze Reihe an Blühflächen wurde und werden im Gemeindegebiet angelegt. So im vergangenen Jahr zusammen mit dem Ortsverschönerungsverein in Witzmannsberg. 1.500 Narzissen und 500 Krokussen erhielt dieser als Geschenk zum Jubiläum, die hoffentlich dieses Frühjahr blühen. 

Auch das Thema Bienen wird in der Gemeinde Ahorn seit Jahren von der Kommune, der Schule und den örtlichen Vereinen sehr ernst genommen. So befindet sich in der Eichaer Flur ein öffentlicher Schaukasten des Obst- und Gartenbauvereins Eicha. Ein Bienenvolk der Familie Geisthardt ist dort hinter Glas zu beobachten und weitere Völker stehen in unmittelbarer Nähe an den Streuobstwiesen der Kommune und den Blühstreifen der Familie Sollmann. 

Bereits die Kinder lernen in Ahorn den Umgang und die Bedeutung der Bienen. So wurde im vergangenen Jahr von Rektorin Gabriele Walther und Elternbeirat Matthias Reg das Projekt Schulimkern ins Leben gerufen. Die Kinder betreuen regelmäßig unter Anleitung die Völker, gestalten die Bienenkästen und werden spielerisch an das Imkern herangeführt. Für das Jahr 2019 ist mit dem ersten Schulhonig zu rechnen. 

Um die vielen Aktivitäten rund um das Thema Arten- und Bienenschutz weiter voran zu treiben ist die Verwaltung von Bürgermeister Martin Finzel beauftragt worden, die bestehenden kommunalen Flächen unter diesem Blickwinkel noch einmal zu überprüfen. Ein besonderes Augenmerk gilt der nachhaltigen Bewirtschaftung der Flächen mit dem Ziel, weitere Blüh- und Ausgleichsflächen im Gemeindegebiet entstehen zu lassen, um so der Verantwortung für die Zukunft, so Finzel, gerecht zu werden.