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Benjeshecke - wertvoll und artenreich

Die Gemeinde Ahorn geht in der landschaftlichen Gestaltung neue Wege. Dazu legte der gemeindliche Bauhof im Bereich Ortsausgang Witzmannsberg Richtung Seßlach eine Benjeshecke an. Der Vorschlag dazu kam vom Landschaftsgärtner der Gemeinde, Oliver Ullrich (Bild: Frau Arnold).

 

„Hecken gehören nicht nur als fester Bestandteil zu unserer Kulturlandschaft, sondern haben eine große Bedeutung im Haushalt der Natur. Im Schutz einer Hecke bildet sich ein günstiges Kleinklima, Hecken filtern Staub, Schmutz und schädliche Abgase und wirken lärmdämpfend. Sie bieten einen Schutz vor negativen Umwelteinflüssen und gleichzeitig einen Lebensraum für zahlreiche Tiere“, so Bürgermeister Martin Finzel.

Das Prinzip einer Benjeshecke ist die bandartige Ablagerung von Baum- und Strauchschnittgut. Auf einer Länge von rund 200 m wurde eine solche Benjeshecke durch den gemeindlichen Bauhof im Gemeindegebiet angelegt. Dazu wurde der diesjährige Grünschnitt des Bauhofes verwendet.
Benjeshecken schaffen ein günstiges Kleinklima. Im Schatten des Gestrüpps ist die Verdunstung herabgesetzt. Die Zersetzung des Schnittguts liefert genügend Nährstoffe für die sich ansiedelnden Jungpflanzen. Zahlreichen Tieren bietet die Hecke einen Lebensraum, z.B. Brutraum für bodenbrütende Vögel. Doch das Totholz bietet nicht nur Lebensraum, es bringt auch selbst wieder Leben hervor. Während das Holz langsam verrottet, sammeln sich durch Windanflug oder durch den Kot dort angesiedelter Tiere Pflanzensamen, die keimen und das lockere Gehölz durchdringen. Mit der Zeit entsteht aus dem lockeren Wall eine stabile, lebende Hecke.