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Schorkendorf

Schorkendorf


Bild: Jugendhaus Schlupfwinkel

Lindenstraße 15, 96482 Ahorn Schorkendorf
 

 

Der Name „Schorkendorf“ bedeutet „Das Dorf eines Wenden Skorek“ und somit dürfte der Ursprung auf eine slawische Ansiedlung zurück gehen.Die erste urkundliche Erwähnung von Schorkendorf war am 19. Juni 1291. Mit diesem Datum wurde der Ort als „fromme Stiftung“ an das Kloster Langheim gegeben, welches dadurch den Zehnt des Bauern erhielt.


Um 1400 bestand Schorkendorf aus:  1 Hof, 4 Selden (kleinere Anwesen)

Im Jahr 1803 bestand Schorkendorf aus: 7 Gütern und 3 Tropfhäusern


Gerichtlich unterstand das zentfreie Schorkendorf der würzburgischen Zent (Gericht) Seßlach, dadurch konnten Tambacher Gerichtsdiener Schwerverbrecher selbst festnehmen und an das Gericht Seßlach übergeben (vmtl. am Zent- und Auslieferungsstein an der B 303 bei Siebenwind).

Der Grundsatz „cuius regio eius regio“ im „Alten Reich“ bedeutete, dass die Untertanen den Glauben des Landesherren anzunehmen hatten und somit waren die Gebiete des Kloster Langheim katholisch. Die Einkünfte aus kirchlichen Amtshandlungen –Eheschließungen, Beerdigungen Taufen, mussten von der katholischen Pfarrei Seßlach vollzogen werden – dienten u. a. zum Lebensunterhalt des Pfarrers.

Evangelische Bewohner konnten (nach dem westfälischen Frieden von 1648) ihren Glauben behalten, auch wenn der Landesvater katholisch war. Ein seit 1670 bestehender Vertrag zwischen Würzburg und Coburg gewährte ihnen die „Gnade“, die Gottesdienste in der Ahorner Kirche besuchen zu „dürfen“. Diese Regelung der „freiwilligen Einpfarrung“ galt auch für andere Orte der heutigen Gemeinde Ahorn (Witzmannsberg, Eicha, „Weiler“ Wohlbach, Triebsdorf). Mit der Aufhebung des Kloster Langheim wurde Schorkendorf (10 Häuser) 1803 – wie Eicha – ein Teil Bayerns und im Rahmen der Gemeindebildung mit Eicha zur Gemeinde Schorkendorf zusammengeschlossen. Das damals größere Eicha(17 Häuser) war von seiner Herrschaft her gespalten (zwischen Hohenstein und Tambach), dies gab möglicherweise den Ausschlag, der gemeinsamen Gemeinde den Namen Schorkendorf zu geben.

Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts wollte Schorkendorf eine eigene Gemeinde bilden, da alle Gemeinderäte aus Eicha stammten und sich dadurch die Schorkendorfer Bürger massiv benachteiligt fühlten.

In den 30er Jahren sollte eine eigene Schule für Eicha und Schorkendorf eingerichtet werden, das Grundstück in Siebenwind war bereits gekauft. Die Umsetzung scheiterte allerdings an der Regierung, die diese aufgrund gravierender Mängel, nach denen die „kulturellen Anforderungen“ des Dritten Reiches nicht erfüllt werden könnten, ablehnte. Mitte der 60er Jahre gab es noch mal solche Bestrebungen, kurz bevor die Konfessionsschulen abgeschafft wurden.

Wie bereits in der Ortsgeschichte Eichas näher beschrieben, schloss sich zum 01. April 1971 die Gemeinde Schorkendorf an Ahorn an.