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Umbau in der Kläranlage Meschenbach

AZV Baustelle 16.03.2016

Der Zweckverband zur Abwasserbeseitigung „Mittlerer Itzgrund“ führt seit längerer Zeit Untersuchungen durch, wie der defekte Tropfkörper der Kläranlage in Meschenbach ersetzt werden kann. Im Rahmen einer Ortsbesichtigung informierten sich nun die Verbandsräte vor Ort .....

 


Der Zweckverband zur Abwasserbeseitigung „Mittlerer Itzgrund“ führt seit längerer Zeit Untersuchungen durch, wie der defekte Tropfkörper (s. Bild rechts) ersetzt werden kann. Dabei ergab sich nach einer Kostenvergleichsberechnung, dass eine Faulung mit Rückgewinnung von elektrischer und thermischer Energie aus dem Faulgas die günstigste Lösung darstellt. Insbesondere mit Blick auf die zukünftig zu erwartenden Preissteigerungen und Veränderungen im Energiesektor wurde daher die Entscheidung zum Bau getroffen und eine Umplanung der verbandseigenen Kläranlage in Meschenbach beauftragt. Das Ingenieurbüro Kittner & Weber aus Sonnefeld ist hier der begleitende Partner.


Im Rahmen einer Ortsbesichtigung informierten sich die Verbandsräte vor ein paar Tagen vor Ort über den Stand der Bauarbeiten, bei denen der jetzige – defekte - Tropfkörper bis auf den Unterbau (welcher im Boden steckt) abgebrochen wurde.



An gleicher Stelle wird ein rechteckiges Vorklärbecken entstehen, in dem sich - bedingt durch die langsame Fließgeschwindigkeit des Abwassers - die Schlammbestandteile (Frischschlamm) absetzen. Der Schlamm wird über einen Räumer aus dem Becken abgezogen und mit weiterem Klärschlamm, der nach dem biologischen Reinigungsprozess übrig bleibt, als Energieträger dem neuen Faulturm zugeleitet. Das neue Vorklärbecken wird eine Größe von 20 x 4 Metern haben und in den Unterbau des nun bereits abgebrochenen Tropfkörpers eingepasst.


Auch die Entfernung von Phosphaten aus dem Abwasser, die sogenannte „Phosphatfällung“, die aktuell im Tropfkörperüberbau erfolgte, wird neu errichtet und durch eine Steuerung ergänzt. Weiterhin wird im Bereich des jetzigen Tropfkörperabbruchs eine Erweiterung des Betriebsgebäudes vorgesehen. So erhält u.a. das Labor neue Räumlichkeiten und die Sanitäranlagen eine Schwarz-Weiß-Trennung. Ein neuer Aufenthaltsraum wird ebenso entstehen wie ein Schulungsraum für Besucher und Sitzungen.


Um den Klärschlamm weiter nutzen zu können, wird aktuell ein zweiteiliger Faulbehälter (s. Bild) mit jeweils 350 m³ Inhalt auf einer Grundfläche von 9 x 17 Metern hergestellt. Die Höhe beträgt rund 7 Meter. Die Faulbehälter bestehen aus quadratischen Kammern und einem Rührwerk. Auf dem Dach befindet sich ein Fertigteilgebäude, in dem sich die notwendigen technischen Anlagen für die Gasgewinnung und Gasverteilung befinden. Weitere Betriebsräume, wie z.B. der Maschinenraum für die Beheizung des Faulturms – es sind Temperaturen von 36 – 39 Grad Celsius erforderlich, sind angebaut. In diesen Räumen finden sich auch der Wärmetauscher, die Heizungsanlage, der Schlammzulauf sowie weitere technische Ausstattung. Direkt angeschlossen an diesem Raum sind die Elektroanlagen und das Blockheizkraftwerk, welches mit Faulgas betrieben wird und elektrische und thermische Energie (Wärme) freisetzt. Die elektrische Energie wird in das eigene Netz der Kläranlage eingespeist und dient dem wirtschaftlichen Betrieb der Anlage. Die Wärmeenergie wird zur Beheizung des Faulraums genutzt. Ein Gaslagertank aus Metall mit einem Volumen von 125 m³ mit Gasfackel schließt sich an.


Weitere Vorteile der Investition

Die Umbaumaßnahme kann weitgehend parallel zum jetzigen Kläranlagenbetrieb erfolgen. Auch die Entlastung des Mischwasserkanals vor der Kläranlage wird im Zuge der Baumaßnahme verbessert werden. Kanalleitungen werden dazu verlegt und es ist geplant, das dreiteilige Schlammsilo als Regenrückhalteraum auszubilden. Somit soll die Hochwasserfreiheit der Kläranlage gegenüber der Itz erreicht und ein konstanter Zulauf zur Kläranlage (dies ist für einen stabilen Betrieb notwendig) erreicht werden.

Die Gesamtkosten der Maßnahme sind derzeit mit ca. 3,8 Mio. Euro – ohne Nebenkosten – geschätzt. Dazu kommt noch die Regenwasserentlastung.

Aktuell sind die notwendigen Kanalleitungen, die Zu- und Abläufe des Vorklärbeckens und alle Leitungen, welche durch den Abbruch des Tropfkörpers beeinträchtigt wurden, neu verlegt bzw. umgelegt worden. Der Faulturm ist im Rohbau fertiggestellt. Hier fehlen noch die Ausbauarbeiten. Zurzeit wird das Technikgebäude gebaut und wahrscheinlich in der Woche nach Ostern aufgerichtet. Der Tropfkörper ist größtenteils abgebrochen und bis Ostern soll die Sohle für die Herstellung des beschriebenen Vorklärbeckens fertig sein. Durch den aufwändigen Abbruch des Tropfkörpers, teils mit schwerstem Gerät (s. Bild), ist in diesem Bereich ein Zeitverzug von ca. 14 Tagen eingetreten. Davon abgesehen, befinden sich die Arbeiten im Zeit- und Kostenplan.