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Bürgerinformation Freizeitzentrum

Seit dem Jahr 2000 arbeitet die Gemeinde Ahorn an der Sanierung des Freizeitzentrums in Witzmannsberg. Wie ist der aktuelle Sachstand?

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

bereits seit dem Jahr 2000 arbeitet die Gemeinde Ahorn an der Sanierung des Freizeitzentrums in Witzmannsberg. Im Mittelpunkt dieser Überlegungen standen immer die Frage des finanziell Machbaren und die Notwendigkeit, die Gemeinde Ahorn auch in Zukunft finanziell handlungsfähig zu halten. Das Zusammenspiel verschiedener Projekte, aber vor allem auch der Folgekosten, sind dafür wichtig.

Mit den nachfolgenden Ausführungen möchten wir Sie umfänglich darüber informieren, an welchen Herausforderungen wir in den vergangenen zwei Jahren gearbeitet haben und welche Lösungsansätze Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat gemeinsam erarbeitet haben. Auf der vorliegenden Basis können die nächsten Schritte hin zu einer abschließenden Entscheidung gegangen werden.

In den kommenden Monaten werden wir Sie zu Bürgerversammlungen einladen und in direkten Gesprächen auch auf die betroffenen Nutzergruppen zugehen. Die Frage eines Bürgerentscheids zu diesen zentralen Fragen machen der Bürgermeister und der Gemeinderat von den weiteren Ergebnissen abhängig.

Mit freundlichem Gruß

Hubert Becker                 Martin Finzel             Udo Bohl

Fraktionsvorsitzender      1. Bürgermeister        Fraktionsvorsitzender


Sachstand Freizeitzentrum in Witzmannsberg

Das Freizeitzentrum ist im Zuge der Gebietsreform entstanden und war zunächst als Freibad geplant. Durch die Möglichkeiten der Grenzlandförderung und einer fi nanziellen Beteiligung der ehemals selbstständigen Gemeinde Witzmannsberg, konnte ein deutlich umfassenderes Projekt verwirklicht werden. So entstanden ein Hallenbad, die Kulturhalle, ein Restaurant sowie ein attraktiver Außenbereich mit Tennisplätzen, Minigolfanlage und Wanderwegen.


Das Freizeitzentrum wurde 1978 gebaut und wurde laufend instand gehalten. Dennoch nahmen die Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen in den vergangenen Jahren erheblich zu. Eine Generalsanierung war zwingend erforderlich und wurde vom Gemeinderat eingeleitet. Große Teile des Wasser- und Abwasser- sowie des Heizungsnetzes sind marode. Wasserrohrbrüche und Leckagen die Folge daraus und insbesondere Fragen der Hygiene (Legionellen etc.) sind rechtlich zwingend zu beachten. Dazu ist auch die gesamte Lüftungsanlage mehr als 30 Jahre alt, die Stromverteilung verbraucht und die Fenster, Türen und der Sanitärbereich (Duschen, Toiletten) abgenutzt und teils nicht mehr funktionsfähig. Das Becken hat sich gesenkt und wird nicht mehr ausreichend durchströmt. Nur durch laufende Reparaturen und die Behebung der ärgsten Mängel konnte der Betrieb der gesamten Anlage so lange erfolgen, wobei viele Mängel von den Bürgerinnen und Bürgern unbemerkt blieben.


Aufgrund von nicht mehr behebbaren technischen Mängeln musste der Betrieb Ende Juli 2013 eingestellt werden. Aufgrund der Bedeutung der Anlage für das Gemeindeleben, die schulische Nutzung sowie die Wasserwacht, wurde vom Gemeinderat die Generalsanierung beschlossen.


Im Haushalt 2013 der Gemeinde Ahorn setzte sich der Gemeinderat eine Obergrenze für die Sanierung der Gesamtanlage in Höhe von 1.500.000 Euro. Eine Kreditaufnahme wurde im Haushalt vorgesehen und von der Rechtsaufsicht ohne Auflagen genehmigt. Mit den Arbeiten sollte im Sommer 2013 begonnen werden.


Die Konkretisierung der Planungen hat ergeben, dass für eine Generalsanierung der gesamten Anlage Kosten in Höhe von rund 3.350.000 Euro anfallen. Von der Regierung von Oberfranken wurden für diese Maßnahme rund 750.000 Euro Fördermittel in Aussicht gestellt. Der damit verbliebene Eigenanteil der Gemeinde von 2.600.000 Euro überschritt die vom Gemeinderat festgelegte Obergrenze von 1.500.000 Euro.


Im Zeitraum von Sommer 2013 bis Sommer 2014 wurde mit allen Anstrengungen versucht, die staatlichen Förderungen zu erhöhen um die festgelegte Obergrenze einzuhalten. Trotz einer deutlichen Erhöhung des staatlichen Anteils auf ca. 960.000 Euro beläuft sich der Eigenanteil der Gemeinde Ahorn immer noch auf 2.390.000 Euro.


Der Gemeinderat hat entschieden an der gesetzten Obergrenze von 1.500.000 Euro (Eigenanteil) für die Sanierung festzuhalten, um in Zukunft weitere Kernprojekte der Gemeinde Ahorn umsetzen

zu können. Dies sind unter anderem:

    • Generalsanierung der Grundschule Ahorn (geschätzte 2.500.000 Euro Restsanierungskosten auf 15 Jahre verteilt)

    • Investitionen im Straßenbau (Ringstraße, B303-Finkenau und Bergstraße)

    • Sanierung oder Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Schorkendorf

    • Erneuerung der Heizungsanlage der Dreifachhalle


    Kegelbahn nach Rohrbrüchen


    Durchgerostete Versorgungsleitungen


    Entscheidungsstand des Gemeinderates Ahorn

    Aufgrund dieses Ergebnisses hat der Gemeinderat beschlossen, die Sanierung nicht im bestehenden Umfang durchzuführen.

    Bürgermeister und Verwaltung haben daraufhin intensiv nach Lösungen innerhalb des gesetzten Kostenrahmens gesucht. Im Gespräch mit den Fachbehörden (Regierung von Oberfranken, Amt für ländliche Entwicklung etc.) wurden nachfolgende Handlungsansätze erarbeitet, die der Gemeinderat mitträgt:


    I Sanierung des Freizeitzentrums ohne Hallenbad

    II Sanierung des Freizeitzentrums ohne Hallenbad und Errichtung eines Lehrschwimmbeckens in Verbindung mit der Generalsanierung der Grundschule in Ahorn


    I Sanierung des Freizeitzentrums ohne Hallenbad

    Dazu wurden mit der Regierung von Oberfranken, Sachgebiet Städtebauförderung und dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken intensive Gespräche geführt. Die Regierung von Oberfranken sieht sich für das Objekt als koordinierende Stelle und fordert eine Machbarkeitsstudie, die von der Behörde auch gefördert wird. Diese wäre auch Grundlage bei einer eventuellen Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung.

    Die Studie ist in Auftrag gegeben und soll im Sommer 2015 zur Verfügung stehen.


    Folgende Überlegungen werden in diesem Zusammenhang geprüft:

    • Umnutzung des bestehenden Hallenbads

    • Schaffung einer geeigneten Einrichtung für Theatergruppen, Chöre und Veranstaltungen (mit Bühne)

    • Erhalt der bestehenden Gastronomie

    • Schaffung von genereller Barrierefreiheit

    • Umkleide- und Duschmöglichkeiten für Theater und Tennis

    • Aufwertung des Außengeländes durch Neuschaffung eines Spielplatzes

    • Erarbeitung von Förderungen und alternativen Finanzierungsmodellen z.B. durch Ausweisung von Bauplätzen auf dem alten Spielplatzgelände und Teilen des Großparkplatzes

    • Alternative Nutzung weiterer Gebäudeteile bzw. deren Rückbau


    Eine Machbarkeitsstudie zur Sanierung ist in Auftrag gegeben.




    II Sanierung des Freizeitzentrums ohne Hallenbad und Errichtung eines Lehrschwimmbeckens in Verbindung mit der Generalsanierung der Grundschule in Ahorn

    Mit dieser Handlungsoption wird versucht das Objekt in Witzmannsberg zu sanieren und gleichzeitig die Möglichkeit des Schulschwimmens und des Freizeitangebotes eines Schwimmbades für die Ahorner Bevölkerung zu erhalten. Dabei sollen der gesetzte Kostenrahmen von 1.500.000 Euro Eigenanteil nicht überschritten werden und die Kosten des laufenden Betriebs des Bades deutlich reduziert werden.

    Bei diesem Handlungsansatz erfolgt die Sanierung des Freizeitzentrums wie unter I. beschrieben und zusätzlich wird ein Lehrschwimmbecken an den leerstehenden Schusterbau – in Verbindung mit der Generalsanierung der Grundschule – angebaut.

    Dabei muss folgendes berücksichtigt werden:

    • Der Schusterbau der Grundschule ist aktuell ohne langfristige Nutzung. Eine Sanierung dieses Gebäudeteils ist schulisch nicht notwendig und eine Förderung nicht möglich.

    • Zeitgleich steht die Generalsanierung der Grundschule an. Vorbereitende Maßnahmen des Brandschutzes in Höhe von 600.000,00 Euro wurden bereits umgesetzt. Eine Fortsetzung der Sanierung ist zum Erhalt der Unterrichtsqualität und des Schulstandortes zwingend erforderlich.

    • Die Einheit Schule und Lehrschwimmbecken, aber auch die räumliche Nähe zu weiteren öffentlichen und industriellen Gebäuden bietet die Möglichkeit eines Nahwärme- und Energienetzes. Dieses verringert nicht nur die Betriebskosten eines Lehrschwimmbeckens, sondern insbesondere auch die der Grundschule und der Mehrzweckhalle, da die erzeugte Wärme und der erzeugter Strom in Wert gesetzt werden können.

    • Die Nähe des möglichen Lehrschwimmbeckens zu Grundschule und Mauritiusschule führt zu einem Wegfall der Transportkosten und Schülerbeförderungszeiten. So bleibt auch mehr Zeit für den Schwimmunterricht.

    • Die multifunktionale Nutzung des Schusterbaus bietet auch die Möglichkeit des Erhalts von Räumlichkeiten für die Wasserwacht und die VHS Ahorn.


    Problem: Die Sanierungskosten in Witzmannsberg übersteigen den Eigenanteil der Gemeinde von maximal 1.500.000 Euro deutlich.


    Bündelung der Investition mit einer Generalsanierung der Grundschule bietet folgende Vorteile:

    • Neben den genannten funktionalen und organisatorischen Einsparungen erhöht die Bündelung von Investitionen auch den staatlichen Förderanteil. Alleine bei den zu erwartenden Sanierungskosten der Grundschule ist mit einer Erhöhung um 620.000,00 Euro auf die Gesamtsanierung zu rechnen.

    • Die Generalsanierung der Grundschule kann nach aktuellem Verhandlungsstand in kleinen Schritten – je nach Haushaltslage – über 15 Jahre erfolgen.


    Schaffung eines Nahwärme- und Energienetzes für die Schulen

    Für Grundschule und Mauritiusschule, die Dreifachhalle und ein Lehrschwimmbecken

    • Der Ersatz der Heizungen der Grundschule, der Mauritiusschule und der Dreifachhalle erfolgt durch die Schaffung eines Wärme- und Energienetzes, betrieben durch ein Blockheizkraftwerk. Notwendige Einzelinvestitionen in allen genannten Objekten werden so zentral gebündelt. Ein Wärme- und Energienetz ist nur in Verbindung mit einem Lehrschwimmbecken wirtschaftlich realisierbar.

    • Die bei einem Lehrschwimmbecken anfallende Wärme und der gewonnene Strom können mehrfach verwertet werden (=wirtschaftlicherer Betrieb).


    Die Grundschule muss generalsaniert werden. Der Schusterbau (links) steht weitgehend leer.


    Kostenbetrachtung

    Aufgrund intensiver Kostenbetrachtungen und Analysen der Architekten und Fachplaner ergeben sich zum heutigen Zeitpunkt folgende Kostenschätzungen (netto), die für eine konzentrierte Betrachtung dieser Planungen sprechen:

    • Sanierung Freizeitzentrum rund 1.050.000 Euro

    • Kosten Anbau Lehrschwimmbecken rund 1.850.000 Euro

    • Kosten Wärme- und Energienetz rund 341.000 Euro

    • Förderung des Lehrschwimmbeckens über das Finanzausgleichsgesetz

    • Querfinanzierung durch den Verkauf von Bauplätzen

    • mögliche Förderung des Freizeitzentrums durch die Regierung von Oberfranken, das Amt für ländliche Entwicklung sowie Stiftungen (Konkretisierung erst im Rahmen der Machbarkeitsstudie und des Fördergipfels)


    Zusätzlich ergeben sich folgende weitere Kostenvorteile für die Gemeinde bei Umsetzung der Variante II:

    • Höhere Förderung für alle Maßnahmen der Schule rund 620.000,00 Euro
    • Einsparung der Heizung in der Dreifachhalle 25.000,00 Euro
    • Erhebliche Einsparungen durch die Eigennutzung von Wärme und Strom in der Grundschule, der Dreifachhalle und Erträge durch den Verkauf von Wärme und Energie an die Mauritiusschule und mögliche Dritte.

    Die aktuelle Kostenbetrachtung für die Variante II ergibt unter Berücksichtigung der eventuell möglichen Förderung und Querfinanzierungen einen

    EIGENANTEIL DER GEMEINDE AHORN VON WENIGER ALS 1.500.000 EURO.


    Weitere Vorgehensweise:

    • Die Gemeinde Ahorn qualifiziert die beiden genannten Handlungsoptionen und klärt alle möglichen Förderungen bis Sommer 2015.

    • Eine abschließende Entscheidung wird der Gemeinderat Ahorn auf Grundlage der erarbeiteten Ergebnisse im zweiten Halbjahr 2015 herbeiführen und umgehend umsetzen.


    Nahwärme- und Energienetz zur wirtschaftlichen Versorgung von Grundschule, Mauritiusschule, Dreifachhalle und Lehrschwimmbecken


    Quelle: Gemeinde Ahorn, 1. Bürgermeister Martin Finzel, Hauptstraße 40, 96482 Ahorn