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Presseerklärung zum Freizeitzentrum Witzmannsberg

Gemeinsame Presseerklärung des Gemeinderates

 


Das Freizeitzentrum in Witzmannsberg wurde im Zuge der Gebietsreform zu Beginn der 70er Jahre in Witzmannsberg errichtet. Es beinhaltet neben dem Hallenbad auch eine Sauna, eine Kulturhalle, eine Kegelbahn und einen umfänglichen Außenbereich sowie ein Restaurant. Bei einer Befragung von 1700 Haushalten in der Gemeinde antworteten 31,06 Prozent (528 Haushalte), was für das große Interesse der Gemeindebürger an dem Objekt spricht. Von diesen erklärten fast 87 Prozent, dass sie den Erhalt und die Sanierung des Lehrschwimmbeckens im Freizeitzentrum in Witzmannsberg für sehr wichtig bzw. wichtig ansehen. Der Bürgerauftrag an den Gemeinderat und die Verwaltung ist somit deutlich gegeben.

Seit mehr als zehn Jahren arbeiten Verwaltung und Gemeinderat an einer Sanierung des gesamten Objektes. Die Frage der Sanierung zur Ermöglichung eines weiteren Betriebes hat sich durch die Schließung der Bäder in Weitramsdorf und Seßlach noch einmal zugespitzt. So nutzten bis zur Schließung Anfang August vergangenen Jahres nicht nur 96 Klassen aus 8 Schulen die Einrichtung, sondern auch die Mitglieder der Wasserwacht. Das Lehrschwimmbecken in Witzmannsberg ist die einzige noch existierende Einrichtung für den Schulschwimmsport im westlichen und südlichen Landkreis Coburg. Bei einer dauerhaften Schließung ist es anderen Bädern, wie z.B. dem „Aquaria“ in Coburg, nicht möglich, die benötigten Kapazitäten aufzubringen. Bäder im östlichen Landkreis oder in Thüringen sind zu weit entfernt, um allein die Anfahrt in den Schulalltag überhaupt zu ermöglichen. Auch bestehen Verpflichtungen gegenüber der Mauritiusschule in Ahorn ein Lehrschwimmbecken zu erhalten.

Aktuell ist das Hallenbad in Witzmannsberg aufgrund technischer Probleme geschlossen:

  •  Die Heizung darf nur noch im Notbetrieb laufen und ist marode.
  • Das Becken hat sich gesenkt und wird nicht mehr ordnungsgemäß durchströmt (Wasserqualität).
  • Massive Wasserrohrbrüche verursachen unzumutbar hohe Wasserverluste.

Ein Teilbetrieb der Anlage war nicht möglich, da:

  •  die Technik nicht regelbar ist und es zu hohen Kosten für die Gemeindefinanzen führen würde
  • es zu hygienischen Problemen kommen kann (Legionellen etc.).

Fazit

Ahorn erfüllt durch die Sanierung des Hallenbades im Freizeitzentrum eine überregionale Aufgabe und übernimmt die Kosten der Investition. Damit tritt die Gemeinde zur Deckung der Aufwendungen über Jahrzehnte in eine Verschuldung, die sie in ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit langfristig lähmen kann. Es muss also gelingen, eine solide Finanzierung mit hohen staatlichen Zuwendungen zu erzielen!

Positiv ist, dass die umliegenden Kommunen zu der Gemeinde Ahorn und der Sanierung des Lehrschwimmbeckens stehen. So haben sie einer langfristigen Nutzung und angepassten Mieten zugestimmt. Im Falle einer Realisierung bedeutet diese Zusage eine Entlastung bei Tilgungen und laufenden Aufwendungen.

Mit Blick auf diese massiven Folgen sowie auf die Notwendigkeit, zumindest ein Hallenbad für Schulen im westlichen und südlichen Landkreis zu erhalten, arbeitet die Gemeinde Ahorn an einer möglichst hohen staatlichen Förderung. Alle notwendigen Förderanträge für die Sanierung des Hallenbades (FAG-Förderung) wurden gestellt. Es liegen ein bewilligter Bauantrag sowie Förderzusagen der Regierung von Oberfranken vor. Die Höhe der Fördermittel wird aktuell von Bürgermeister Finzel und der Verwaltung, mit Unterstützung der Landtagsabgeordneten S. Biedefeld und J. W. Heike, im Finanzministerium geprüft.

Offen sind zwei Fragen:

 a)     Höhe des Fördersatzes für eine überregionale Einrichtung

Hier konnte bereits eine Steigerung des Fördersatzes von 37 auf mögliche 50 Prozent (mündliche Zusage) erreicht werden.

 b)     Deckelung der Förderung

Die Förderung (Prozentsatz) erfolgt nur bis zu einem Höchstbetrag (Kostenrichtwert), nicht zu den tatsächlich anfallenden Kosten. Dies führt dazu, dass die Gemeinde aktuell einen höheren Eigenanteil finanzieren muss. Die Bemessung dieses Höchstsatzes für alle Kommunen in Bayern und eine mögliche Veränderung nach oben hin, werden vom Finanzministerium in München überprüft.

 Einig sind sich alle Fraktionen im Gemeinderat Ahorn über die folgenden Inhalte:

 Der Gemeinderat der Gemeinde Ahorn steht zu der Sanierung des Lehrschwimmbeckens im Freizeitzentrum in Witzmannsberg. 

Eine Entscheidung über die Sanierung kann erst nach Klärung der finanziellen Machbarkeit erfolgen. Statt eines förderschädlichen Beginns sind die Entscheidungen des Finanzministeriums und der Staatsregierung zur Höhe einer möglichen Förderung abzuwarten. Diese sind in den kommenden Monaten zu erwarten.

Neben der Sanierung des Bades wird auch eine Sanierung der Kulturhalle mit Restaurant angestrebt, da besonders die Kulturhalle eine wichtige Funktion vor Ort und überregional erfüllt. Zur Erzielung einer möglichst hohen finanziellen Förderung durch die Regierung von Oberfranken werden dazu Mittel der Städtebauförderung beantragt.

Alle im Gemeinderat der Gemeinde Ahorn vertretenen Parteien haben das Ziel,

eine Überschuldung der Gemeinde durch das Projekt zu vermeiden. Somit gilt es,

 

o        Planungen mit Augenmaß und eine

o        möglichst hohe Förderung zu verbinden.